Was sind die allgemeinen Symptome der Wechseljahre?

Mit und infolge der hormonellen Umstellung in den Wechseljahren können eine Reihe von gesundheitlichen Beschwerden auftreten. Allerdings sind hiervon nicht alle Frauen im gleichen Maße betroffen. Auch können einige der Symptome auf unterschiedliche Weise (u.a. medikamentös) gemildert werden.

Zu den verbreitetsten und am konsistentetsten auf die Wechseljahre zurückzuführenden Beschwerden zählen wiederholt auftretende Hitzewallungen und damit verbundene Schweißausbrüche. Betroffene verspüren dabei ein wellenartiges Aufkommen und Abklingen von Wärme und ein Erröten. Am häufigsten treten diese Symptome während der Peri- und Postmenopause auf. Als Auslöser hierfür gilt der rapide verringerte Spiegel des körpereigenen Östrogens „Estradiol“.

Auch das Auftreten von Scheidentrockenheit gilt als ein besonders typisches Symptom des Klimakteriums.

Nicht selten berichten Betroffene zudem von einer gesteigerten Nervosität und Reizbarkeit, sowie von Schlafstörungen und – nicht zuletzt dadurch verursacht – Müdigkeit. Wie genau diese Beeinträchtigungen mit dem veränderten Hormonhaushalt zusammenhängen, ist noch nicht geklärt und diese Symptome sind nicht immer eindeutig auf die hormonellen Vorgänge während der Wechseljahre zurückzuführen.

Was sind die möglichen Beschwerden während den Wechseljahren?

Im Überblick: Mögliche Beschwerden während der Wechseljahre

Körperliche Beschwerden
  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche (auch nachts möglich)
  • Schlafstörungen
  • Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem und dem Blutdruck
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Veränderungen des Haarwuchses und der Hautstruktur
  • Erhöhtes Risiko für Osteoporose
  • Gewichtsveränderung
Probleme mit den Geschlechtsorganen und Harnwegen (medizinisch: „urogenitale“ Beschwerden)
  • Störungen der Blutungsstärke und des Menstruationszyklus (vor der Menopause)
  • Harnwegsbeschwerden, wie Harndrang, Harninkontinenz
  • Scheidentrockenheit
  • Sexualprobleme
Psychische Beschwerden
  • depressive Verstimmung, Reizbarkeit und Ängstlichkeit
  • Erschöpfung – sowohl körperlich als auch geistig

Insbesondere das urogenitale Symptom Scheidentrockenheit wird von Betroffenen häufig beim Arztbesuch verschwiegen und damit eine mögliche Beeinträchtigung der Lebensqualität und des Sexuallebens mehr oder minder hingenommen.

Nachfolgend das Ergebnis einer groß angelegten internationalen Umfrage von 3.768 postmenopausalen Frauen im Alter von 45 bis 75 Jahren. Über 70 % der Befragten in Deutschland waren von Scheidentrockenheit betroffen.

Scheidentrockenheit in den Wechseljahren ist ein weit verbreitetes Phänomen und beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen

Nicht zuletzt um dieses Problem zu „enttabuisieren“ und ein Ansprechen in der ärztlichen Praxis zu erleichtern, finden Sie unter dem Menüpunkt „vaginale Beschwerden“ nähere Informationen zu dieser weit verbreiteten Begleiterscheinung der Wechseljahre.

Stellen Sie bei sich Wechseljahres-Symptome fest, wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Gynäkologin oder Ihren Gynäkologen.